Im Winter vermehren sich Erkältungs- und Grippeviren rasant

Erkältung oder schon Grippe?

Husten, Schnupfen, Fieber und Heiserkeit- schnell vermutet der Volksmund dahinter eine Grippe. Dabei sind es oft grippeähnliche Infekte, wie eine Erkältung, die uns für ein paar Tage aus der Bahn werfen.

Was ist bereits eine Grippe und was lediglich eine Erkältung oder ein sogenannter „grippaler Infekt“?

Die Frage stellen wir uns mindestens viermal im Jahr, denn so oft erkrankt der Durchschnittdeutsche an den für die Erkrankungen typischen Symptomen. Meistens steckt lediglich eine Erkältung dahinter.

Eine Grippe hingegen ist äußerst selten und trifft überwiegend Risikogruppen wie chronisch Vorerkrankte und immungeschwächte Personen. Doch wie können wir als Laien eine bloße Erkältung von einer ernsten Grippe unterscheiden?

Halsweh, Husten und Fieber
Sowohl die echte Virusgrippe als auch die Erkältung sind akute Infektionen der oberen Atemwege und manifestieren sich oft an Nasen- und Rachenschleimhaut. Die Symptome sind beinahe identisch. Der gravierendste Unterschied besteht in Schweregrad und Verlauf der Erkrankung.

Erkältungsvirus versus Grippevirus
Während mehr als zweihundert Erkältungsviren für den grippalen Infekt zuständig sind, verursachen lediglich 3 Arten von echten Grippeviren (Influenzaviren) die Symptome einer typischen Grippe. So werden die einzelnen Virustypen als Influenzavirus A, B oder C bezeichnet. Die häufigsten Infektionen werden dabei von den Typen A und B verursacht. Via Tröpfchen- oder Kontakt- bzw. Schmierinfektion gelangt das Virus in den Organismus. Kann es sich dort verbreiten, ist auch die körpereigene Immunabwehr meist so geschwächt, das gleichzeitig oft auch Bakterien den Weg in den Blutkreislauf finden. Diese bakteriellen Zusatzinfektionen (auch Sekundärinfektionen genannt) verkomplizieren den Verlauf einer echten Grippe und sind auch hauptsächlich für die Todesopfer der „Neuen Grippe („Schweinegrippe“) verantwortlich.

Grippe oder Erkältung?
Der Betroffene kann dies anfänglich nur schwer auseinanderhalten. Erst der Erkrankungsverlauf kann Anhaltspunkte über die Art der Infektion liefern.

Die Grippe wird von Influenzaviren ausgelöst. Die Erkrankung ist geprägt von einem massiven, lang anhaltenden Krankheitsgefühl und hohem Fieber. Die Erkrankung beginnt meist plötzlich mit starken Gliederschmerzen und extremer Abgeschlagenheit und kann sich ebenso rapide verschlechtern. Ein Grippe- Patient ist in der Regel mehrere Wochen krank. Man schätzt, dass Grippe- Epidemien in Deutschland jedes Jahr bis zu 5000 Todesopfer fordern. Allerdings gibt es, je nach Konstitution, auch relativ milde Verlaufsformen, die einer Erkältung ähneln!

Eine gewöhnliche Erkältung schreitet eher langsam voran und kündigt sich oft schon vorher mit Symptomen an, beispielsweise mit Fließschnupfen, leichten Halsschmerzen oder einem Hustenreiz. Fieber und Gliederschmerzen halten sich in Grenzen, auch ist die Abgeschlagenheit nicht so ausgeprägt. Nach 7- 10 Tagen ist ein grippaler Infekt in der Regel ausgestanden.

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